Pressebericht

02. Oktober 2017


Eine enge Freundschaft

 

Jubiläumsabend mit 45-köpfiger Delegation aus dem Schweizer Rottal – Sitzbank als Gastgeschenk

 

 

Festredner und Ehrengäste: (vorne von links) MdB Max Straubinger, MdL Reserl Sem, Bianca Hofmann (Frankreich-Austausch), Patrizia Nobili (San Vincenzo), Ehrenringträger Walter Seidinger, die vier Unterzeichner der Urkunde, Peter Obi, Beat Fischer,WolfgangBeißmann und Leo Müller, Ehrenbürger und Altbürgermeister GeorgWeindl, Hans Hirl (FW-Fraktion), Adolf Bühler (Ruswil) und Isidor Stadelmann (Buttisholz) sowie (hinten von links) Ernst Penzel, Anne-Marie Pöppel (jeweils Partnerschaftsverein), Rosario Callari (San Vincenzo), Norbert Riedel (Schweiz-Austausch), 3. Bürgermeisterin Franziska Wenzl, Ehrenbürger GeorgRiedl, Franz Brun (Ruswil), FranzWüest-Suppiger (Ettiswil), 2. Bürgermeister Martin Wagle, Markus Felder (Ruswil) und Stadtrat Hermann Gassner. Foto: Lang

 

Von Herwig Slezak

 

Pfarrkirchen. Seit 20 Jahren pflegen das Luzerner und das niederbayerische Rottal eine Partnerschaft. Jetzt bekräftigten die Präsidenten der schweizerischen Gemeinden sowie BürgermeisternWolfgang Beißmann bei einem lebendigen Festakt in der Stadthalle, den gemeinsamen Weg weiterzugehen „zur Sicherung einer glücklichen Zukunft in einem geeinten Europa“, wie es in der unterzeichneten Urkunde heißt.

 

 

Erneuerten die Partnerschaft: (von links) Peter Obi (Ettiswil), Beat Fischer (Grosswangen), Leo Müller (Ruswil) und Wolfgang Beißmann. Der entschuldigte Franz Zemp (Buttisholz) wird seine Unterschrift nachtragen.

 

Beim Höhepunkt des Abends erneuerten die Schweizer Leo Müller (Ruswil), Beat Fischer (Grosswangen), Peter Obi (Ettiswil) sowie der Pfarrkirchner Rathauschef die Zusammenarbeit mit ihrer Unterschrift. Beißmann lobte in seiner Ansprache „die Menschen, die ein gutes Miteinander tragen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg ermöglichen“. Der Schlüssel zum Miteinander liege in der sozialen Gerechtigkeit und der Freiheit des Einzelnen.
Er dankte allen Gastfamilien sowie den Vereinen, „die aktiv sind im gegenseitigen Austausch“.
Als positives Beispiel nannte er die Feldmusik aus Buttisholz und die Pfarrkirchner Trachtenblaskapelle.

 

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Erinnerung an denkwürdige Begegnung

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Als Grundstein der späteren Partnerschaft machte der Bürgermeister eine denkwürdige Begegnung in Straßburg im Jahre 1974 aus.Damals trafen nämlich je eine Reisegesellschaft aus den beiden Rottälern im Hotel de la Paix (Friedenshotel) zufällig aufeinander – und die Geschichte nahm ihren Lauf, bis die offizielle Partnerschaft im Jahre 1997 besiegelt wurde.

 

Die 45-köpfige Delegation des Luzerner Rottals führte Gemeindepräsident sowie Nationalrat Leo Müller an. In seiner Festrede charakterisierte er Partnerschaft „als das Bauen von Brücken“ und blickte auf „gemeinsame Sternstunden der Lebensfreude“ zurück. Er erinnerte an den einmaligen Schüleraustausch.

 

Zudem berichtete Müller anekdotenhaft von der ersten Fahrt zum hiesigen Weihnachtsmarkt vor zehn Jahren, als dem Käsewagen aus der Schweiz erst im zweitenAnlauf die Einreise nach Deutschland glückte. Als Gastgeschenk überbrachte er eine formschöne, federnde Sitzbank aus Stahl, welche sogleich zahlreiche Festgäste neugierig testeten.

 

Im Namen des Städtepartnervereins erinnerte Vorsitzender Ernst Penzel an die Aufbauarbeit der bisherigen Vorsitzenden und würdigte die Schweiz „als Land des Friedens“. Er dankte dafür, „dass die Partner den Gewinn aus dem Käseverkauf am Weihnachtsmarkt stets für soziale Zwecke vor Ort spenden“. Zudem regte an, künftig im Bereich der Gesundheitsförderung zusammenzuarbeiten.

 

„Der einzige Zweck der Partnerschaft ist unsere Freundschaft.“ Mit diesem Worten fasste Norbert Riedel, Vorsitzender der Abteilung Schweiz, das länderübergreifende Projekt zusammen. Und MdL ReserlSembestätigte, „dass Europa davon lebt, dass Menschen zusammenkommen“, wobei Familien die Impulsgeber seien. Als Gemeinsamkeiten machte sie „die schönen Landschaften und die Schlitzohrigkeit“ aus.

 

Patrizia Nobili überbrachte die Grüße der Partner aus San Vincenzo und bezeichnete die Kooperation als „einzigartige Gemeinschaft“. Mit Freude erwarte sie die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen zwischen der italienischen Stadt in der Toskana und Pfarrkirchen imkommenden Jahr.Das Grußwort aus der französischen Partnergemeinde Saint-Rémy-de- Provence verlas Bianca Hofmann. Darin wurde die bestehende Zusammenarbeit gewürdigt „als Beitrag,umstarke Bande zwischen Völkern aufrecht zu erhalten“.

 

 

Als Überraschung präsentierte die 45-köpfige Schweizer Delegation ein Akkordeon-Trio, welches die über 200 Gäste bestens unterhielt.

 

Als Überraschung präsentierte die Schweizer Delegation das Musiktrio „Akkordemotion“. Zudem zeigte der örtliche Trachtenverein traditionelle Tänze. Die Band Dry-Light umrahmte den Abend musikalisch.

 

 

Der Trachtenverein zeigte, wie althergebrachte niederbayerische Tänze aussehen.

 

Am gestrigen Sonntag traten die Schweizer kurz nach dem gemeinsamen Gottesdienst die Rückreise an. Der Empfang am Freitag hatte mit einem bayerischen Abend begonnen. Samstags folgten ein Ausflug nach Altötting und Massing sowie ein Besuch des European Campus. Vom Ende des ereignisreichen Wochenendes hallt der Appell von BürgermeisterWolfgang Beißmann nach: „Begeistern wir Menschen aller Generationen für unsere deutschschweizerische Freundschaft.“

 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite 24.10.2017